Eigenschaften Gottes
Einleitung
Über den allmächtigen Gott zu reden ist für uns Menschen zu wunderbar, weil wir vieles schlicht und einfach nicht begreifen können (Hiob 42,3b). Verschiedene Eigenschaften Gottes können analysiert und unterschieden werden, trotzdem gehören sie alle untrennbar zusammen. Einerseits wissen wir sehr wenig über Gott und andererseits wissen wir genug, um an den allmächtigen Gott zu glauben und IHM völlig zu vertrauen.
Jes 40,28: „Hast du es nicht erkannt, hast du es nicht gehört: Ein ewiger Gott ist der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat! Er ermattet nicht und wird nicht müde, seine Einsicht ist unerforschlich.”
Die Macht gehört Gott und allein Gott (Ps 62,11)!
Ps 89,7: „Denn wer in den Wolken kann sich messen mit dem HERRN, wer unter den Gottessöhnen gleicht dem HERRN?”
Lk 1,37: „Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.”
Mk 14,36: „Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Lass diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.”
Psalm 62,12-13: „Eines hat Gott geredet, zwei Dinge sind es, die ich hörte: Bei Gott ist die Macht und bei dir, Herr, die Güte, denn du vergiltst einem jeden nach seinem Tun.”
Gottes Allmacht in seinem Willen
Gottes Gedanken sind unerforschlich und seine Entscheidungen untergründlich (Röm 11,33).
Jes 55,8: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, Spruch des HERRN, denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.”
Eph 1,11 (NGÜ): „Ausserdem hat Gott uns – seinem Plan entsprechend – durch Christus zu seinen Erben gemacht. Er, der alles nach seinem Willen und in Übereinstimmung mit seinem Plan ausführt, hatte uns von Anfang dazu bestimmt.”
Gott besitzt uneingeschränkte Macht seinen Willen durchzuführen (Hiob 23,13).
Jes 14,24: „Der HERR der Heerscharen hat geschworen: Fürwahr, wie ich es geplant habe, so ist es gekommen, und was ich beschlossen habe, das geschieht.”
Ps 115,3: „Unser Gott ist im Himmel, er vollbringt, was ihm gefällt.”
Ps 135,6: „Alles, was dem HERRN gefällt, vollbringt er im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen.”
Im Gegensatz zu den Menschen gibt es bei Gott keinen Machtmissbrauch und keine Korruption. Gott ist gerecht und vollkommen gut (Jak 1,13) und niemand kann seinem Willen standhalten (2Chr 20,6). Gott meint es nur gut mit uns und wer seinen Willen tut, wird reichlich gesegnet (1Joh 2,17b).
Gottes Allmacht in seiner Schöpfung
Hiob 38,4-7: „Wo warst du, als ich die Erde gegründet habe? Rede, wenn du es weisst! Wer hat ihre Masse bestimmt? Weisst du es? Und wer hat die Messschnur über sie gespannt? Wo sind ihre Pfeiler eingesenkt, und wer hat ihren Eckstein gelegt, als alle Morgensterne jauchzten und alle Götter jubelten?”
Hiob 9,8: „Er spannte den Himmel aus, er allein, und er schritt einher auf den Wogen des Meeres.”
Hiob 22,12: „Ist Gott nicht erhaben wie der Himmel? Und sieh, wie hoch die höchsten Sterne stehen!”
Gott ist der erhabene Schöpfer der Welt und des Universums.
Jer 10,12: „Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, den Erdkreis fest gegründet hat in seiner Weisheit und den Himmel ausgespannt in seiner Einsicht.”
Ps 33,9: „Denn er ist es, der sprach, und es geschah, der gebot, und es stand da.”
Gott erschuf alles mit seinen Händen und Fingern.
Ps 8,4 (NGÜ): „Wenn ich den Himmel sehe, das Werk deiner Hände, den Mond und die Sterne, die du erschaffen und ´an ihren Ort` gesetzt hast, ´dann staune ich`.”
Ps 19,1: „Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Firmament verkündet das Werk seiner Hände.”
Ps 102,6: „Vor Zeiten hast du die Erde gegründet, und der Himmel ist das Werk deiner Hände.”
Röm 1,20 (NGÜ): ”Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung.”
Gott demonstriert seine Allmacht
Im Alten Testament demonstriert Gott seine Allmacht allen Menschen.
- Die Ermordung der männlichen Nachkommen und Verschonung Mose (Ex 1,22).
- Die zehn Plagen in Ägypten, die sich gegen die Götter wenden (Ex 7-11).
- Der Durchzug durchs Rote Meer und die Vernichtung der ägyptischen Armee (Ex 14-15).
- Der Berg Sinai bebte und rauchte, als Gott mit Mose sprach (Ex 19,16).
- Das Wasser des Jordans hörte auf zu fliessen, sodass die Israeliten trockenen Fusses den Fluss überqueren konnten (Jos 3-4).
- Die dicken Mauern von Jericho stürzten am siebten Tag ein, nachdem die Israeliten siebenmal um die Stadt zogen (Jos 6,15-20).
- Die drei gläubigen Männer im Feuerofen verbrannten nicht (Dan 3,21-30).
Im Neuen Testament demonstriert Gott seine Allmacht auf andere Weise.
- Die Ermordung aller Knaben bis zum zweiten Lebensjahr und Verschonung Jesu (Mt 2,16).
- Die Folterung und Auferstehung Jesu (Joh 20,27-29).
- Die vielen übernatürlichen Wunder, die Jesus und seine Apostel unter dem Volk bewirkten (Mt 4,23; Apg 2,43; 5,12-16; 14,3).
- Jesus heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen (Mt 9,35).
- Jesus vermochte sogar Tote zu auferwecken (Joh 11,40-44).
Auch das Neue Testament berichtet uns von Gott, der alle Macht hat, zu tun, was er will. Gottes Macht ist grenzenlos. Gott kann vielmehr, als wir von ihm erbitten oder uns vorstellen können (Eph 3,20).
Gott, wie er uns in der Bibel offenbart wird, ist nicht fern, unwissend oder schwach (Apg 17,27b). Gott hat sich nach seiner Schöpfung nicht zurückgezogen und sieht von Ferne zu. Gott ist nicht der Geist oder die Seele des Universums (Pantheismus). Er ist auch nicht in allem was existiert. Er ist nicht in die Prozesse des Universums verwickelt, sodass er durch sie verändert wird.
Was Gott nicht kann
Gott kann nicht lügen, nicht sündigen und nicht sterben!
- Gott ist nicht wie ein Mensch, der lügen kann, sondern er hält seine Versprechen (Num 23,19).
- Gott kann nicht sündigen, weil er heilig und vollkommen ist (Jes 6,3; Dtn 32,4). Gott ist frei von aller Ungerechtigkeit und Bosheit (Röm 9,14). Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm (1Joh 1,5; 3,5).
- Gott kann nicht sterben, weil er das Leben ist (Ps 36,10; 133,3b).
Gott kann nichts tun, was seiner Natur oder seinem Wesen widerspricht (Jak 1,17-18).
Schlussfolgerungen
Von Gott enttäuscht kann nur sein, wer Gottes Allmacht nicht versteht. Wir Menschen sind Würmchen gegenüber dem allmächtigen Gott. Es ist nicht so, dass Gott falsche Regierungen und das Böse auf der Welt tatenlos zulässt. Gott setzt sie zwar ein, aber er hat das Böse nicht geschaffen! Der Herr setzt alle Regierungen ein und ab, nach seinem Willen (Röm 12). Gott ist so übermächtig, dass er genau weiss, wie er mit all den Rüpeln in dieser Welt umgehen muss, um sie in Schach zu halten.