Eigenschaften-03: Unbeschränktheit

Eigenschaften Gottes

 

 

Gottes Unbeschränktheit

Gott lebt in seiner Ewigkeit, ohne Anfang und Ende (Offb 1,8). Seine Allmacht und Allwissenheit sind unendlich. Der Herr kennt keine Einschränkung in irgendeiner Form. Er ist überall gleichzeitig und nicht an einen Ort gebunden.

In seiner Schöpfung schuf der unsichtbare Gott die sichtbare Vergänglichkeit (Ps 90,2). Alles Geschaffene ist Materie, die vergeht (1Petr 1,24-25). Die Erde und das All, mit allem was es beinhaltet ist vergängliche Materie. Nichts Geschaffenes ist beständig, sondern für den Untergang bestimmt.

Die Vielfältigkeit seiner Schöpfung zeigt Gottes unbeschränktes Wesen. Im Gegensatz zu seinen Geschöpfen kennt Gott keine Einschränkungen in irgendeiner Form. Gott zeigt also in seiner einzigartigen Schöpfung längst nicht alles, was er zu schaffen und denken vermag. Der Herr hat die Schöpfung bewusst beschränkt und endlich geschaffen.

 

Menschliche Beschränktheit

Jeder Mensch muss früher oder später seine Unvollkommenheit und Beschränktheit eingestehen. Wir Menschen sind bewusst sehr beschränkt geschaffen worden, sei es im Physischen oder Intellektuellen. Vieles können wir gar nicht verstehen, wenn wir über Gott und seine Schöpfung nachdenken, weil wir zu beschränkt sind mit unserer Auffassungsgabe. Zudem ist unser irdisches Leben viel zu kurz. Mit uns Menschen ist es so, wie wenn wir versuchen würden, einer Ameise das Internet zu erklären.

Jesaja 40,28-31: „Hast du es nicht erkannt, hast du es nicht gehört: Ein ewiger Gott ist der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat! Er ermattet nicht und wird nicht müde, seine Einsicht ist unerforschlich. Dem Ermatteten gibt er Kraft, und wo keine Kraft ist, gibt er grosse Stärke. Und junge Männer ermatten und werden müde, Männer straucheln unvermeidlich. Die aber, die auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Schwingen, sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und ermatten nicht.”

Die Propheten wie Hesekiel und der Apostel Johannes mit seiner Offenbarung haben versucht, das Himmlische und Unsichtbare zu erklären. Deshalb werden in beiden Büchern viele Symbole eingesetzt, um das Himmlische auf Irdisches Verständnis herunter zu bringen. Allein der Gedanke, dass Gott keine räumlichen oder zeitlichen Begrenzungen kennt, wie wir Menschen, macht alles kompliziert und unfassbar. Gottes Unendlichkeit kennt kein Anfang und kein Ende und für ihn existieren keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Weil wir die Unsichtbarkeit Gottes nicht sehen, können wir sie auch nicht verstehen und befriedigend erklären, denn sie ist eine ganz andere Dimension, die für uns Menschen unverständlich ist.

 

Schlussfolgerung

Der Mensch kann weder Gott noch seine Schöpfung richtig begreifen (Koh 3,11). Wir wissen auch viel zu wenig über Gott und seine Schöpfung (Hiob 38,4). Die Bibel gibt uns nicht genügend Auskunft über all die unzähligen Fragen. Unser Leben ist auch viel zu kurz, um mehr zu begreifen (Ps 90,10-12). Darum ist es besser, dass wir auf das Wenige hören, das wir aus der Bibel erfahren können über Gott und das Leben (Mt 13,43). Denn alles ist vergänglich, aber Gottes Wort bleibt in alle Ewigkeit (Mt 24,35).

Epheser 4,20: „Ihm aber, der weit mehr zu tun vermag, als was wir erbitten oder ersinnen, weit über alles hinaus, wie es die Kraft erlaubt, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Generationen dieser Weltzeit hindurch bis in alle Ewigkeit, Amen.”