Kommunikation-08: Fünf ehrliche Fragen

Erfolgreiche Kommunikation

 

 

 Einleitung

Die Bibel ist kein Lexikon, die zu allen Einzelheiten im Leben ein „Stichwort“ enthält das man nachschlagen kann, um zu wissen, wie man sich verhalten soll. Vieles, was wir Christen tun oder unterlassen, sind ungeschriebene Gesetze. Z. B. wir sprechen vor jeder Mahlzeit ein Dankgebet. Z. B. wir verkehren nicht in Bars oder Nachtclubs. Z. B. wir meiden voreheliche sexuelle Kontakte. Das und vieles mehr tun oder unterlassen wir, obwohl manche Dinge nirgends in der Bibel direkt verboten oder geboten werden.

Wenn nun jemand neu in die Gemeinde kommt: Wie kann er/sie wissen, was in jeder Angelegenheit im Leben das Richtige ist und was nicht, wenn es doch nicht explizit in der Bibel steht?

Hier sind fünf ehrliche Fragen, die uns helfen auch die „ungeschriebenen“ Gesetze der Bibel besser zu verstehen, um in möglichst allen Lebenssituationen nach Gottes Geist zu entscheiden und zu handeln:

 

 I.   Gibt es über die Rechtmässigkeit dieser Angelegenheit irgendwelche Zweifel?

Römer 14,22-23: Alles, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.
Gottes Geist appelliert an unseren Glauben! Was für den einen gut ist, kann dem andern zum Verderben werden. In diesem ganzen Kapitel geht es um das Essen und Trinken. Offensichtlich gab es in der Gemeinde zu Rom zwei verschiedene Ansichten: Die Heiden, die sich gewohnt waren alles zu essen, auch Götzenopferfleisch. Die Juden, die alles nach dem Gesetz Mose taten und genau wussten, welche Tiere rein und welche unrein waren (Apg 15,19-21).

Wer das Prinzip der christlichen Freiheit erfasst hat, der weiss, dass es im Reich Gottes nicht ums Essen und Trinken geht, wie es heisst in Vers 17. Als Bürger des Reiches Gottes wollen wir gerecht, besonnen und fromm leben in dieser jetzigen Welt, indem wir die Gnade Gottes nicht missbrauchen: Gal 5,13.

Die Gnade Gottes erzieht uns zu guten Werken (Tit 2,12), das heisst: Aus Dankbarkeit für unsere Begnadigung wollen wir nun so leben, dass wir allezeit dem Herrn gefallen. Wir wollen das Beste aus unserem neu geschenkten Leben machen und alles was wir tun, sei es mit Wort oder mit Werk, im Namen des Herrn Jesus tun, indem wir in allem Gott Dankbarkeit und Ehre erweisen (Kol 3,17).

Wenn es über eine Angelegenheit irgendwelche Zweifel gibt, dass es nicht das Beste ist was wir tun, dann kann es nicht aus Glauben getan werden und somit ist es besser, wenn wir davon ablassen, denn sonst sündigen wir!

1. Korinther 6,9-11: Damals und heute.
Auch wir haben das alte, ungerechte Leben abgelegt. Wir haben uns abwaschen lassen in der Taufe und sind gerecht gesprochen worden, um das Reich Gottes zu ererben. Somit wollen wir nicht mehr nach der Weise der Welt leben, sondern nach der Weise des Reiches Gottes.

 

 II.   Betrübe ich durch diese Angelegenheit den Heiligen Geist Gottes in mir?

Epheser 4,30: Betrübt nicht den heiligen Geist.
Es ist also tatsächlich möglich, den heiligen Geist, den wir in der Taufe empfangen haben, in uns zu betrüben. Das wollen wir auf keinen Fall tun, mit irgendeiner Angelegenheit! Wie können wir ihn betrüben? Wir betrüben ihn durch die Sünde, durch falsches Denken! Wir betrüben ihn, wenn wir etwas tun oder Denken, was dem Heiligen Geist, der in uns wohnt, widerspricht. Z. B. Lüge, Zorn, Diebstahl, böse Reden usw. Alle Werke des Fleisches betrüben den Heiligen Geist in uns. Z. B. Wenn wir ein schönes weisses Kleid anziehen, dann können wir uns nicht mehr überall hinsetzen und alles damit tun, sonst beschmutzen wir es. In Christus Jesus haben wir ein weisses Kleid angezogen und rüsten uns nun wie eine Braut, die auf den Bräutigam wartet! Wenn der Bräutigam (Jesus) erscheint, dann wollen wir bereit sein - und nicht zuerst noch hingehen, um Öl zu kaufen, oder unsere Kleider zu waschen, denn dann ist keine Zeit dafür (Mt 25). Wir wollen vielmehr wachen und bereit sein für die Stunde, wo die Posaunen erschallen werden und wir zur Hochzeit gerufen werden!

Wir wollen den heiligen Geist in uns wirken und voll entfalten lassen: Eph 5,15-18.
Um voll des Heiligen Geistes zu werden, dürfen wir nicht herumhängen. Wir pflegen mit Ungläubigen keine Gemeinschaft mehr. Wir lassen uns mit der Welt und ihren unmoralischen Praktiken nicht ein. Wir führen ein Leben das abgesondert ist von der Welt, um so immer erfüllter zu werden durch den Heiligen Geist Gottes. Es wäre jammerschade, wenn der Geist in uns in irgendeiner Weise durch irgend-eine Angelegenheit betrübt wird oder gar sich zurückzieht.

 

 III. Beeinträchtigt oder zerstört die Angelegenheit meinen Körper?

1. Korinther 6,12: Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist heilsam.
Die Korinther behaupteten: „Alles ist erlaubt.“ Damit meinten sie sexuelle Unkeuschheit! Sie behaupteten, dass Christus sie ja freigemacht habe. Paulus entgegnet: „Aber nicht alles ist heilsam!“ Wer sich dem Heiligungsprozess in Christus hingibt, der lässt immer mehr los von weltlichen Süchten, die uns versklaven. Jede Art von Sucht ist Sünde und zerstört Körper und Geist. Wir wollen uns nicht mehr vom Teufel beherrschen lassen, sondern wir wandeln im Licht und haben Gemeinschaft mit dem heiligen Gott.

Gott kann keine Gemeinschaft haben mit der Sünde. Denn die Sünde führt zum Tod; bei Gott aber ist das Leben: 1. Johannes 1,5-7.

1. Petrus 1,13-16: Seid heilig, denn ich bin heilig.
Vieles war uns vor unserer Bekehrung gar nicht bewusst! Wir lebten ohne Gott und gingen als ungehorsame Kinder den Weg der Welt. Die Welt richtet ihr Leben nach den Begierden aus. Satan hat über die meisten Menschen so viel Macht, dass sie in ihrer Unwissenheit immer noch meinen, sie seien gute Menschen, frei von Sünden. Doch wer sich Gott nahen will, der muss sich heiligen lassen, denn Gott ist heilig. Wer sich heiligen lässt, der will denken, fühlen und handeln lernen wie Gott!

Als gottgeweihte Kinder, wollen wir Gott mit unserem Körper verherrlichen, denn wir sind teuer erkauft worden: 1. Korinther 6,17-20.

Wie verherrlichen wir nun Gott mit unserem Leib? 1. Thessalonicher 4,1-8.
Wir suchen in allem Gott zu gefallen, denn das Ziel ist unsere Heiligung. Wir wollen uns der Unzucht enthalten, aber wie? Indem wir vorbeugen, dass es gar nicht erst zur Versuchung kommt! Wie z. B. auf der Strasse, wo es gefährliche Kurven gibt, die immer wieder zu Unfällen führen ... (= Unzucht vorbeugen!). In der gottlosen Welt ist Keuschheit eine unbekannte Tugend, aber das soll in der Gemeinde des Herrn nicht so sein! In der Gemeinde des Herrn soll es nicht so zu und her gehen wie in der Welt. Jeder Gläubige soll sich vor Unzucht und leidenschaftlichen Begierden enthalten und sich seinen Ehepartner nach dem Willen Gottes aussuchen, d.h. in aller Keuschheit und Heiligung.

 

 IV. Übt die Angelegenheit einen schädigenden Einfluss auf andere aus?

Lukas 17,1-4: Wer einen dieser Kleinen zur Sünde verführt.
Wir alle haben eine Vorbildfunktion: Entweder sind wir Vorbilder zur Gesetzesübertretung, oder wir leben als Vorbilder und spornen zum Gehorsam gegenüber Gott an. Menschen schauen aufeinander und ahmen einander nach! Besonders die Kinder und Anfänger im Glauben. Sie brauchen gute Vorbilder, die festhalten, am Vorbild der gesunden Worte: 2. Timotheus 1,13-14; 1. Timotheus 1,16.

Wer einen prüfenden oder neugeborenen Menschen im Glauben nicht das richtige Vorbild vorlebt, sondern ihn zur Sünde verführt, für den wäre es besser, sagt die Bibel, dass ihm ein schwerer Stein um den Hals gebunden und er ins Meer versenkt würde. Wir alle sind also nicht nur für uns selbst verantwortlich, sondern haben eine grosse Verantwortung gegenüber Gläubigen als auch Ungläubigen!

Es ist uns sogar geboten, aus Rücksicht auf Schwache in der Gemeinde verschiedenes zu unterlassen, obschon es an sich keine Sünde wäre: 1. Korinther 8,7-13. Hier geht es wieder um das Essen von Götzenopferfleisch. Das war das brennende Thema in dieser Zeit. Auch wenn wir in unserer Zeit keine Probleme haben, dann können wir trotzdem das Prinzip daraus lernen: Z. B. wenn ich irgend etwas tue, was einem Bruder oder Schwester Anstoss bereitet, dann verzichten wir freiwillig darauf. Wie viel mehr gilt dieses Prinzip für Dinge, die gar einen schädigenden Einfluss auf unsere Geschwister ausüben?!

Darum, lasst uns unserer Verantwortung bewusst sein, wie und was wir tun, denn ein wenig Sauerteig vermag den ganzen Teig zu durchsäuern heisst es (1Kor 5,7). Als Gemeinde wollen wir der Welt ein Vorbild sein. Als Gläubige wollen wir einander zum guten und gottwohlgefälligen Wandel anspornen. Wir meiden alles, was uns in schlechte Gesellschaft und verderbte Sitten führen kann.

 

 V.  Würde Jesus die Angelegenheit unterstützen und an meiner Seite stehen?

In Amerika gab es Armbändchen mit der Aufschrift: „What would Jesus do?” Diese Frage beantwortet die meisten ungeschriebenen Gesetze! Diese Frage führt uns nicht zu neuen Richtlinien und Geboten, die wir in der Gemeinde aufstellen müssen, sondern zu einem gesunden Geist, der weiss wie er Gott gefallen will: Jeremia 31,31-34. Wer den Geist Gottes hat, der braucht keine neuen Gesetze. Wer den Geist Gottes hat, der braucht keine langen Belehrungen über was und wieviel. Gottes Geist lehrt, dass z. B. böse Gesellschaft gut Sitten verdirbt (1 Kor 15,33-34). Wer den Geist Gottes hat, der hat den Herrn erkannt und lebt nicht mehr sich selbst, sondern für den Herrn. Er muss nicht ständig belehrt werden über das was es zu tun gibt und was zu unterlassen ist.

Johannes 8,30-36: Wenn ihr in meinem Wort bleibt.

 Schlussfolgerungen

Lasst uns von ganzem Herzen den Willen des Herrn tun!

Lasst uns Vorbilder sein und allem bösen vorbeugen, damit wir dem geheiligten Leben immer näher kommen und unsere Kleider durch die Weise der Welt nicht mehr beschmutzen!

 

Fünf ehrliche Fragen zusammengefasst:

 

 1. Gibt es über die Rechtmässigkeit dieser Angelegenheit irgendwelche Zweifel?

Römer 14,22-23
Alles, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde

Galater 5,13
Die Freiheit, die uns in Christus geschenkt wurde, soll nicht missbrauchen werden

1. Korinther 6,9-11
Viele werden das Reich Gottes nicht ererben, weil sie nicht nach dem Geist Gottes leben wollten

 

 2. Betrübe ich durch diese Angelegenheit den Heiligen Geist Gottes in mir?

Epheser 4,30
Wir wollen den Heiligen Geist nicht betrüben durch die Sünde

Epheser 5,15-18
Wir wollen voll werden vom Heiligen Geist Gottes

 

 3. Beeinträchtigt oder zerstört die Angelegenheit meinen Körper?

1. Korinther 6,12-20
Wer sich dem Heiligungsprozess in Christus hingibt, lässt sich von nichts in der Welt versklaven

1. Petrus 1,13-16
Sich heiligen lassen bedeutet; denken, fühlen und handeln lernen wie Gott

1. Thessalonicher 4,1-8
Gläubige wollen Gott zu gefallen leben, denn wir sind nicht zur Unkeuschheit berufen worden

 

 4. Übt die Angelegenheit einen schädigenden Einfluss auf andere aus?

Lukas 17,1-4
Wer einen dieser Kleinen zur Sünde verführt

2. Timotheus 1,13-14
Wir werden aufgerufen am Vorbild der gesunden Worte festzuhalten

1. Timotheus 1,16
Wir alle haben eine Vorbildfunktion für Kinder und Anfänger im Glauben, so wie allen Gläubigen gegenüber

1. Korinther 8,7-13
Aus Rücksicht auf Schwache verzichten wir sogar auf Dinge, die von Gott nicht verboten werden

 

 5. Würde Jesus die Angelegenheit unterstützen und an meiner Seite stehen?

Jeremia 31,31-34
Was würde Jesus tun?

1. Korinther 15,33-34
Böse Gesellschaft verdirbt gute Sitten

Johannes 8,30-36
Wer in der Wahrheit Christi wandelt, wird befreit von jeglicher Sklavschaft der Sünde.