Denken-7: Was ist biblisches Christentum?

Denken und Glauben

 

 

Etwa sieben Wochen nach der Kreuzigung Jesu geschah in Jerusalem am jüdischen Wall­fahrtsfest zu Pfingsten etwas von sehr grosser Bedeutung. An dem Ort, wo die Apostel mit den Anhängern Jesu versammelt waren, kam plötzlich vom Himmel her ein grosses Getöse. Zungen wie von Feuer liessen sich auf die Jünger nieder und sie fingen an, durch die Kraft des heiligen Geistes in verschiedenen Sprachen über die grossen Taten Gottes zu reden. Zahlreiche Anhänger des Judentums, die aus vielen Ländern zum Pfingstfest nach Jerusalem gereist waren, hörten dieses Rauschen und strömten neugierig herbei. Sie waren erstaunt, die Botschaft der Jünger in ihrer eigenen Muttersprache zu hören und fragten nach der Bedeutung des Ganzen.

Petrus stand auf und erklärte, dass mit diesem Ereignis das Wort über die Ausgiessung des Geistes über die Menschheit aus dem Buch Joel im Alten Testament in Erfüllung gegangen sei. Er erklärte weiter, wie Jesus sich durch seine Wundertaten, Auferstehung und Himmelfahrt als Herr und Heiland ausgewiesen habe, aber beschuldigte gleichzeitig seine Zuhörer, diesen Heiland an die Obrigkeit zur Hinrichtung durch Kreuzigung ausgeliefert zu haben. Viele Zuhörer waren von dieser Botschaft, vor allem aber von ihrer Schuld überwältigt und fragten, was sie tun sollten. Petrus antwortete, dass sie Busse tun und sich zur Vergebung ihrer Sünden taufen lassen sollten.

Das Ergebnis dieser Ermahnung zu Pfingsten und an den darauffolgenden Tagen wird so beschrieben: „Die nun sein Wort annahmen, liessen sich taufen; und an diesem Tage kamen ungefähr dreitausend Menschen hinzu ... Der Herr aber liess täglich zur Gemeinde Menschen hinzukommen, die gerettet wurden.“ (Apostelgeschichte 2,41.47)

So ist die Gemeinde Christi entstanden. Gott hat jeden, der den Grundaussagen des Evange­liums durch Glauben, Busse und Taufe gehorsam war, gerettet und der Schar oder Gemeinde der Geretteten hinzugetan. Alle Geretteten bilden die Gemeinde, die Jesus als seinen Leib be­trachtet, dessen alleiniges Haupt er selbst ist: „Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat ... Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben hat, um sie zu heiligen ... So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib ... Denn niemand hat je seinen eigenen Leib gehasst; sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Gemeinde, denn wir sind Glieder seines Leibes.“ (Epheser 5,23.25.28-30)

Die Gemeinde oder der Leib Christi besteht nicht aus unterschiedlichen, sich widersprechenden Glaubensrichtungen oder Konfessionen, sondern aus der Vollzahl der Geretteten, die die Grund­sätze des Evangeliums, die einzige Grundlage der Einheit, treu bewahren: „Ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einigkeit im Geist zu wahren durch das Band des Friedens: EIN LEIB und EIN GEIST, wie ihr auch durch eure Berufung zu EINER HOFFNUNG berufen seid; EIN HERR, EIN GLAUBE, EINE TAUFE, EIN GOTT und VATER aller, der über allen und durch alle und in allen ist.“ (Eph. 4,2-6)

Die Predigt des Evangeliums hat Menschen in aller Welt gerettet und tut es noch. Gläubige einer Gegend schliessen sich zusammen und bilden dadurch Ortsgemeinden. Soweit qualifizierte Brüder vorhanden sind, sollten diese Ortsgemeinden unter der Leitung von Ältesten bzw. Gemeindevorstehern stehen. (Anmerkung: Das Neue Testament verwendet Presbyter, Älteste, Bischof, Vorsteher bzw. Aufseher, Hirte und Pastor für Personen, die ein und denselben Dienst ausüben.) Nachdem Paulus und Barnabas auf ihrer ersten Missionsreise zahlreiche Orts­gemeinden gegründet hatten, kehrten sie zu jeder Gemeinde zurück, um die Glieder zu stärken und Älteste einzusetzen:

„Dann kehrten sie nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück, stärkten die Jünger und ermahnten sie im Glauben zu bleiben ... Und sie setzten in JEDER Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn ...“ (Apostelgeschichte 14,21-23)

Die Aufsicht der Ältesten begrenzt sich auf die Ortsgemeinde bzw. Herde, die ihnen von Gott anvertraut ist. Die Ältesten sind keinen anderen Gemeindevorstehern, Gemeinden oder Institutionen auf Erden Rechenschaft schuldig, sondern allein dem Herrn, dem Ober - oder Erzhirten der Gemeinde. Das Neue Testament kennt weder regionale noch überregionale Dachorganisationen. Diese Grundsätze heben die Unabhängigkeit der einzelnen Ortsgemeinden in der Erfüllung ihrer Aufgaben hervor, obwohl sie miteinander im Glauben tief verbunden sind und den Kontakt miteinander pflegen. In diesem Sinne ermahnt Petrus die Ältesten seiner Zeit:

„Weidet die Herde Gottes, DIE EUCH ANVERTRAUT IST (wörtlich im Urtext: DIE UNTER EUCH IST); achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht aus Gewinnsucht, sondern von Herzensgrund; nicht als Herrscher über die Gemeinden, sondern als Vorbilder der Herde. Dann werdet ihr, wenn der Erzhirte erscheinen wird, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen.“ (1. Petrus 5,2-4)

Der Massstab der Wahrheit

Nach Pfingsten hält die neugegründete Gemeinde an der Apostellehre fest: „Sie hielten fest an der Lehre der Apostel, an der Gemeinschaft, am Brotbrechen und am Gebet.“ (Apostelgeschichte 2,42)

Die Apostellehre ist das Neue Testament, nämlich die Worte Jesu, die der heilige Geist den Aposteln und Propheten offenbarte, und die ganze Wahrheit ausmachen. In Lektion 4 haben wir uns schon mit diesem Thema befasst. Folgende Verheissung Jesu an seine Apostel erinnert uns an diese Tatsache: „Aber der Beistand, den mein Vater in meinem Namen senden wird, der heilige Geist, der wird euch alles lehren und an alles erinnern, was ich euch gesagt habe ... Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in ALLE WAHRHEIT FÜHREN ... Er wird mich verherrlichen; denn von dem, was mein ist, wird er’s nehmen und euch verkündigen.“ (Johannes 14,26; 16,12-14)

Die Apostellehre besteht aus den Predigten und Briefen der Apostel und Propheten, sowie ihrem schriftgemässen Vorbild: „So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet euch an die Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen worden seid, es sei durch WORT oder BRIEF.“ (2. Thess. 2,15)

„Was ihr von mir (Paulus) gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.“ (Philipper 4,9)

Die Missachtung der Botschaft der bevollmächtigten Sprecher Jesu zieht schlimme Folgen nach sich. Jesus und Paulus warnen: „Wer euch hört, der hört mich (Jesus); und wer euch abweist, der weist mich ab; wer aber mich abweist, der weist den ab, der mich gesandt hat.“ (Lukas 10,16)

„Selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sein verflucht. Wie wir eben gesagt haben, so sage ich (Paulus) noch einmal: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, das anders ist, als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“ (Galater 1,8-9)

Der treue Diener Gottes ist nicht mehr dem vor Christus geltenden Gesetz des Alten Testaments unterworfen, sondern dem Glauben an Christus, den man im Neuen Testament findet: „Ehe aber der Glaube kam, standen wir unter dem Gesetz (Mose), verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. So ist das Gesetz unser Aufseher gewesen, BIS CHRISTUS KAM, damit wir durch den Glauben gerecht würden. Nachdem nun aber der Glaube gekommen ist, STEHEN WIR NICHT MEHR UNTER DEM AUFSEHER (Gesetz).“ (Galater 3,23-25)

Die persönliche Verantwortung

Der Christ hat nicht nur die Verantwortung, eigene Aufgaben zu erfüllen, sondern auch dem anderen zu helfen, seine Probleme zu tragen, seien sie geistlich, seelisch oder leiblich. Paulus hat es so ausgedrückt: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen ... Jeder prüfe sein eigenes Werk; dann wird er seinen Ruhm nur im Blick auf sich selbst haben und nicht im Blick auf einen anderen. Denn jeder wird seine eigene Last tragen müssen.“ (Galater 6,2.4-5)

Dazu gehört die aktive Teilnahme an Versammlungen und Bibelbetrachtungen, wobei es nicht lediglich um ein „In-die-Kirche-Laufen“ geht, sondern um die Anbetung Gottes von Herzen, die lebendige Gemeinschaft und die gegenseitige Ermutigung unter den Gemeindegliedern: „Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und guten Taten anspornen. Lasst uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander, und das um so mehr, als ihr seht, dass der Tag naht.“ (Hebräer 10,24-25)

Gemäss der Apostellehre versammelten sich die Gemeinden regelmässig am Sonntag, dem ersten Tag der Woche (wörtlich im Urtext: den ersten bezüglich des Sabbats, also der erste Tag nach dem Sonnabend, dem jüdischen Sabbat oder Ruhetag). In diesen Versammlungen haben Christen gemeinsam das von Jesus eingesetzte Abendmahl bzw. Brotbrechen gefeiert, sich gegenseitig durch die Wortverkündigung, Gebete, Lieder ermutigt und freiwillig, wie sie sich im Herzen vorgenommen hatten, der Gemeindearbeit Geld gespendet (Anmerkung: Das Neue Testament kennt weder die Kirchensteuer noch einen obligatorischen Zehnten für Christen):

„Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, um das Brot zu brechen, lehrte Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht.“ (Apostelgeschichte 20,7)

„Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: wie ich in den Gemeinden in Galatien angeordnet habe, so sollt auch ihr tun! An jedem ersten Tag der Woche lege jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, soviel er vermag, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme ... Ein jeder gebe, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (1. Korinther 16,1-2; 2. Korinther 9,7)

Das Christsein beschränkt sich natürlich nicht auf Gemeindeversammlungen, sondern betrifft das tägliche Leben. Wachstum in den folgenden Eigenschaften trägt viel zu echtem Glück und zu harmonischen oder bereinigten zwischenmenschlichen Beziehungen bei: „Darum setzt allen EIFER daran, mit eurem GLAUBEN die TUGEND zu verbinden, mit der Tugend die ERKENNTNIS, mit der Erkenntnis die SELBSTBE­HERRSCHUNG, mit der Selbstbeherrschung die AUSDAUER, mit der Ausdauer die FRÖMMIGKEIT, mit der Frömmigkeit die BRÜDERLICHKEIT und mit der Brüderlichkeit die LIEBE. Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und WÄCHST, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, so dass ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt. Wem dies aber fehlt, der ist blind und kurzsichtig; er hat vergessen, dass er gereinigt worden ist von seinen früheren Sünden.“ (2. Petrus 1,5-9)

Der Ausdruck „wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst“ im obigen Zitat unterstreicht die Bedeutung des Reifeprozesses. Es geht nicht darum, dass man in jeder Hinsicht fehlerlos ist, sondern dass man sich um Wachstum im Glauben bemüht. Kein Christ ist vollkommen. Jeder macht Fehler, deshalb tröstet Johannes mit folgenden Worten: Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, ist er treu und gerecht und vergibt uns die Sünden und macht uns rein von aller Ungerechtigkeit ... Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“ (1. Johannes 1,8-9; 2,1)

Die Hilfen Gottes

Christen sind Realisten, die um die Freuden und Bedrängnisse des Lebens wissen. Das Leben kann schwer sein, aber der Christ fasst neuen Mut durch die Hilfeleistung Gottes. Neben der Hilfe unserer Glaubensgeschwister steht uns Gott als Vater bei, wenn wir darum bemüht sind, unsere Verantwortung zu erfüllen.

Im Gebet können wir unsere Probleme auf Gott werfen: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,6-7)

Gott sorgt für die Bedürfnisse derer, die ihm treu dienen. Dies hat nichts mit einem „Tischlein-Deck-Dich“ zu tun, sondern damit, dass Gott seinen Kindern die Gelegenheit schafft, sich durch Arbeit oder Hilfe in der Not zu ernähren und zu kleiden: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Denn nach dem allen trachten die Heiden. Euer himmlischer Vater weiss ja, dass ihr das alles braucht. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Matthäus 6,31-33)

Immer wieder werden wir versucht, gegen Gottes Wort zu verstossen. In diesem Kampf gegen die Sünde leistet Gott uns die notwendige Hilfe: „Aber Gott ist treu, der euch nicht über eure Kraft versuchen lässt, sondern mit der Versuchung auch ihr Ende schafft, so dass ihr sie bestehen könnt.“ (1. Korinther 10,13)

„Denn wenn ihr eurer selbstsüchtigen Art folgt, werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist das selbstsüchtige Handeln tötet, werdet ihr leben.“ (Römer 8,13)

Die heilige Schrift vermittelt uns Gottes Wissen und Weisheit für unsere Lebensführung und die Lösung praktischer Probleme: „Jedes Schriftwort, von Gott eingegeben, dient aber auch zur Lehre, zum Überführen der Schuldigen, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit. So wird der Mensch Gottes vollkommen und zu jedem guten Werk fähig.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Der Christ versteht nicht jeden Schicksalsschlag, denn die Wege Gottes sind nicht immer unsere Wege, genau wie die Wege der Eltern nicht immer die Wege der Kinder sind. Dennoch hat der Christ einen inneren Frieden, weil er sein Leben und seine Zukunft dem allmächtigen Gott und Vater anvertraut hat, der ihn retten wird: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, ... Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? ... Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.“ (Römer 8,28.31.37-39)

Wofür leben Sie?

Folgende Geschichte von Jesus bewegt uns darüber nachzudenken, was ein sinnvolles und erfolgreiches Leben wirklich ist. Sie ist eine Warnung vor dem „Diesseitigkeitsdenken“, in dem leider so viele unserer Zeit verfallen sind: „Es war ein reicher Mann, dessen Felder brachten eine besonders gute Ernte. Da überlegte er sich: Was soll ich tun? ... Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und grössere bauen, und dahin will ich mein ganzes Korn und meine Vorräte bringen und will zu mir selber sagen: Mein Lieber, du hast grosse Vorräte für viele Jahre; ruh dich nun aus, iss, trink und sei guter Dinge! Aber Gott sagte zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man dein Leben von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du aufgehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott.“ (Lukas 12,16-21)

Wie dieser reiche Kornbauer, müssen wir alle eines Tages sterben. Jesus und seine Apostel machen deutlich, was auf den wartet, der sich nicht um Gott gekümmert, sich ihm durch Ungehorsam entfremdet und die herrliche Liebe und Gnade Gottes im Evangelium missachtet hat: „Denn es ist gerecht bei Gott, denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis zu vergelten, ... wenn der Herr Jesus sich mit seinen mächtigen Engeln vom Himmel her offenbaren wird in Feuerflammen. Dann wird er Vergeltung üben an denen, die Gott nicht kennen und die dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht gehorsam sind. Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, fern vom Angesicht des Herrn und von seiner herrlichen Macht.“ (2. Thessalonicher 1,6-9)

„Aber feige, ungläubige und verabscheuenswerte Menschen, Mörder und Unzüch­tige, Zauberer und Götzendiener und alle Lügner – deren Los wird der Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.“ (Offenbarung 21,8)

Unerträgliche Schmerzen und absolute Hoffnungslosigkeit, zwei Dinge, vor denen sich die Menschen am meisten fürchten, kommen in dieser Strafe zu voller Geltung. Die Rache Gottes ist hart, aber drückt unmissverständlich seinen Hass gegen die Sünde aus. Wir Menschen, die wir uns oft zum Bösen mehr hinzugezogen fühlen statt verachten, vergessen diese Tatsache. Gott wird Widerspenstigkeit keineswegs ewig dulden.

Dieser Rache gegenüber steht der ewige Trost und die Teilnahme am Wesen und an der Herr­lichkeit Gottes für alle, die dem Evangelium gehorsam waren: „Unsere Heimat aber ist im Himmel; von dort her erwarten wir den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unseren nichtigen Leib verwandeln wird, dass er seinem verherrlichten Leibe gleich wird nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge unterwerfen kann.“ (Philipper 3,20-21)

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine mächtige Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe, die Stätte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Alte ist vergangen.“ (Offenbarung 21,1-4)

Jesus gab bekannt: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich“ (Lukas 11,23). Wir müssen uns alle für oder gegen Jesus entscheiden. Es gibt keine neutrale Stellung. Unsere Entscheidung hat Konsequenzen in unserem Leben. Wofür leben Sie? Wollen Sie nicht, lieber Leser, den Weg mit Jesus und seiner Gemeinde gehen, der zu einem sinnvollen und ewigen Leben führt? Wenn wir Ihnen dabei behilflich sein können, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Der Herr sei mit Ihnen!

 

Links:

- Gemeinde Bauplan

- Gottesdienst & Anbetung

 

Arbeitsblatt zu Lektion 7

 

1. Wer bildet die „Gemeinde Christi“?

2. Was ist ein Pastor oder Pfarrer nach dem biblischen Verständnis?

3. Was ist der Massstab der Wahrheit?

4. Welcher Tag wird in der Bibel der erste Tag der Woche genannt?

5. Nennen Sie Gründe, warum die Teilnahme an den Gemeindeversammlungen wichtig ist:

6. Welche Eigenschaften sollen Christen wachsen lassen, die viel zu echtem Glück und harmonischen zwischenmenschlichen Beziehungen beitragen?

7. Was muss ein Christ tun, wenn er gesündigt hat, um erneut Vergebung zu erlangen?

8. Ergänzen Sie bitte die fehlenden Wörter in dem trostvollen Wort des Apostel Paulus (Römer 8,28):

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott .................................., alle Dinge zum ......................................... dienen!“

9. Was erwartet die Menschen am Jüngsten Gericht, die ...

         a) ... dem Evangelium nicht gehorsam sind?

         b) ... dem Evangelium Christi gehorchen?