Wüstenwanderung
Einleitung
Das Volk Gottes murrte zum vierzehnten Mal, seit dem Exodus aus Ägypten. Das Ende der Wüstenwanderung war nahe. Es war sicher keine einfache Zeit für das Volk, da die Wüste öde und staubig war. Trotzdem wurden sie von Gott täglich versorgt mit Wasser und Nahrung. Sie erfuhren so viele Zeichen und Wunder und trotzdem murrten sie immer wieder gegen Mose und Aaron und damit gegen Gott. Man müsste meinen, dass das Volk aus der Wüstenwanderung viel gelernt hat, aber leider war das kaum oder nicht der Fall.
Weil die Edomiter es nicht zuliessen, dass die Israeliten durch ihr Land zogen, mussten sie am Ende noch einen Umweg machen, um ins Land Kanaan zu gelangen (Ex 20,21).
Sieg gegen die Kanaaniter (21,1-3)
Das Kapitel 21 enthält fünf Siege der Israeliten:
1. Sieg über die Kanaaniter in Chorma (V. 1-3).
2. Sieg über den Tod (V. 4-9).
3. Sieg über die Wüstenwanderung (V. 10-20).
4. Sieg über die Amoriter (V. 21-32).
5. Sieg über König Og (V. 33-35).
Auch wir stehen täglich im Glaubenskampf gegen die Sünde (Eph 6,12). Darum tragen wir die Waffenrüstung Christi, die wir von den giftigen Pfeilen des Widersachers geschützt sind (Eph. 6,11.16). Weil Jesus uns geliebt hat und sein Leben für uns gab, tragen wir einen überwältigenden Sieg davon (Röm 8,37). Weil Christus für uns schon gesiegt hat, dürfen wir uns hinter ihn stellen und zählen zu den Siegern (1Kor 15,55-58; 1Joh 5,4-5).
Jesus verspricht (Offb 2,7): „Wer den Sieg erringt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.”
Die bronzene Schlange (21,4-9)
Das Volk wurde ungeduldig und vertraute der Führung Mose nicht (V. 4). Sie warfen ihm vor, sie in der Wüste sterben zu lassen (V. 5). Sie murrten über den Mangel an Wasser und Brot (V. 5). Sie ekelten sich über ihre tägliche Speise (V. 5).
Da sandte Gott Giftschlangen und bestrafte das Volk mit tödlichen Schlangenbissen (V. 6). Viel Volk starb an den Schlangenbissen in ihrem Lager (V. 6). Das Volk erkannte, dass es gesündigt hatte, weil sie gegen Mose und somit gegen den Herrn murrten (V. 7). Sie baten Mose, dass er bei Gott Fürsprache erhebe (V. 7).
Mose wird von Gott angewiesen, eine Schlange aus Kupfer oder Bronze anzufertigen und sie auf eine hohe Stange zu stecken (V. 8). Er stellte die Schlange mitten im Lager auf, wo auch das heilige Zelt stand und wo alle zwölf Stämme, die sich um das Zelt lagerten, sie sehen konnten. Rings um das Zelt lagerten alle zwölf Stämme. Jeder, der von einer Schlange gebissen wurde und auf die bronzene Schlange schaute, blieb vom tödlichen Biss verschont (V. 8).
Die eherne Schlange deutet auf Jesus hin: Johannes 3,14-15.
Auch Jesus wurde an einen Pfahl gehängt, d. h. an das Kreuz auf Golgota. Jeder, der gläubig auf Jesus schaut, bleibt vom tödlichen Biss der alten Schlange (das ist der Teufel oder der Satan gemäss Offb 20,2) verschont. Jesus ist für uns zum Fluch geworden (Gal 3,13) und zerstörte durch seinen Kreuzestod die Macht Satans über uns (1Joh 3,8; Hebr 2,14). Darum wollen wir dem Herrn ewig dankbar sein für die Erlösung in Christus Jesus und nicht murren, sondern uns bewähren, wenn wir durch schwierige Zeiten hindurchgehen (1Kor 10,9-11).